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Blog
Texte zu Schule und Arbeitswelt. Ein Lattenzaun – für den Durchblick nach beiden Seiten.
All Posts


Vom Leben aus erster Hand
Die Frage aller Schulfragen kam auch diesmal, schon in den ersten fünfzehn Minuten: «Warum müssen wir das lernen?!» Im Schulzimmer fiel mir nur eine Antwort ein, die übrigen kamen zu Hause. Hier ist er, leicht verspätet: der ultimative Antwortkatalog für Jugendliche, Eltern und Lehrpersonen. Über einen vollen Rucksack, eine Treppe, ein Buch über Tabakpfeifen und den Einwand, die KI wisse ohnehin alles.

Roger Koch
vor 16 Stunden2 Min. Lesezeit


Von den Nebenrollen im Alltagstheater
Von den Kassiererinnen in unserer Schulkantine sind mir zwei in Erinnerung geblieben: die eine chronisch schlecht gelaunt, die andere immer gut drauf. Bloss Nebenrollen, die Hauptrollen spielten ja wir Lehrer. Und doch unterrichtete ich schlechter oder besser, je nachdem, wer an der Kasse sass. Über ansteckende Menschen und die Frage, wie wichtig uns die Nebenrollen sind.

Roger Koch
15. Okt.1 Min. Lesezeit


Vom Schwitzen
Bei Diction schrieb ich alle Weihnachtskarten von Hand, bei Heimat bekommt jeder Neukunde eine handgeschriebene Karte. Mühsam, aber es wirkt. Nur schreiben in Arizona inzwischen Roboter mit echten Stiften, rund 30'000 Karten am Tag. Wenn sich selbst die Handschrift fälschen lässt, gerät auch die echte Karte unter Verdacht. Über die Frage, wie man heute noch so schwitzt, dass es beim Kunden ankommt.

Roger Koch
8. Okt.1 Min. Lesezeit


Vom Reputationsrisiko Koch
Acht Jahre war ich Lehrer, dann zog es mich «raus in die Welt». Gut zwanzig Jahre später wollte ich zurück ins Schulzimmer. Keine halbe Stunde nach meiner Bewerbung war ich wieder ausgeladen: CBD-Firma, Raucherbilder auf Google, Reputationsrisiko. Über sichtbare Sünden und den Massstab, über den ich gern gestritten hätte.

Roger Koch
1. Okt.2 Min. Lesezeit


Von der Motivklauberei
Ein herrlicher Abend im Restaurant, ein überschwängliches Kompliment an Küche und Service, und prompt der Vorwurf: «Das tust du doch nur, weil du dir fürs nächste Mal eine Sonderbehandlung erhoffst.» Stimmts? Ich weiss es nicht. Was ich aber weiss: Des Pudels Kern liegt im Wörtchen «nur». Über gemischte Motive, Bonus und Nachtschicht und darüber, wen die Motivklauber vergessen.

Roger Koch
24. Sept.1 Min. Lesezeit


Von unser täglich McKinsey
Mein allererster LinkedIn-Post endete auf «Gut so, Claude?». Ich hatte vergessen, die letzte Zeile zu löschen. Peinlich, denn gerade wir KMUler sind so stolz darauf, keine Berater zu brauchen, und machen uns gern über McKinsey & Co. lustig. Dabei öffnen wir täglich Claude und tun, was er sagt. Die Börse hat das längst begriffen, die Berater selber auch. Über Bescheidenheit, eine Sitzordnung und die Frage, wer bei einer Idee vorne sitzt.

Roger Koch
17. Sept.2 Min. Lesezeit


Von der Ownership
Beim Minecraft-Gamen laggt es, mein Sohn verliert die Geduld und drischt auf seinen Teddy ein. Sein Argument: «Er gehört mir, ich kann damit tun, was ich will!» Darf man zerstören, «mein» ist? Intuitiv sagen wir Nein. Aber warum eigentlich nicht? Über ein kleines Wort mit vielen Bedeutungen, über Augustinus und darüber, warum Chefs zwischen «mein Geld», «meine Firma» und «meine Leute» unterscheiden sollten.

Roger Koch
10. Sept.1 Min. Lesezeit


Vom alten Wein in jungen Schläuchen
Economiesuisse, Gewerbe- und Arbeitgeberverband geisseln die Schule: Die Jungen seien Schläuche im Schreiben und Rechnen. Alle Jahre wieder? Diesmal haben die Verbände recht. Denn wir beherrschen jede neue Technologie mit alten Fertigkeiten. Über meine erste Mail mit 21, den Mythos der Digital Natives und das analoge Reservat.

Roger Koch
3. Sept.2 Min. Lesezeit


Vom Krampf mit unserer Biologie, Teil II
«Alles eine Frage des Masses», sagen die Vernünftigen. Klingt furchtbar schlau, ist aber eine als Antwort verkleidete Frage: Woran erkenne ich das Zuviel, bevor es zu spät ist? Teil II über Begegnung und Urteilsvermögen – und warum ausgerechnet jene auf verlorenem Posten kämpfen, die ihre Biologie beherrschen wollen: Wer wagt, kann das Masshalten lernen. Wer ausweicht, hat nur die Dauerschleife des eigenen Ichs.

Roger Koch
27. Aug.2 Min. Lesezeit


Vom Krampf mit unserer Biologie, Teil I
Beim Abendessen sagte mir die CEO eines chinesischen Tabakkonzerns: «Die Menschen wollen süchtig sein.» Hatte sie recht? Über den Bio-Rebellen, der seine Biologie im Rausch sprengen will, und seinen unheiligen Bruder, den Bio-Wächter, der sie pausenlos überwacht – und über die überraschende Rechnung, die beide der Gesellschaft stellen. Teil I von II.

Roger Koch
20. Aug.2 Min. Lesezeit


Vom ökonomischen Prinzip
Sommerferien, München, Parfumabteilung: Mein Sohn findet sein Parfum bei Breuninger und will es online bestellen, 20 Franken günstiger. Eine Vater-Sohn-Verhandlung übers ökonomische Prinzip, über Showrooming und die Frage, wer eigentlich das Ausprobieren bezahlt. Mit einer Lektion für beide Seiten.

Roger Koch
6. Aug.1 Min. Lesezeit


Von der Ödnis des Ichs
Mein Bruder zeigt mir eine Software, die jedes Lied auf meinen Geschmack hinbiegt. Spotify kennt meine Range, das Müesli kommt nach meinem Gusto, und der Architekt fragt, wie mein Haus aussehen soll. Warum muss eigentlich alles so nach mir aussehen? Ein Essay über delegierte Ratlosigkeit.

Roger Koch
30. Juli1 Min. Lesezeit


Vom Kompass
«Warum macht deine Firma nicht mehr für den Umweltschutz?!» Die Frage eines Freundes in der Brasserie Federal – und eine Antwort, die uns beide ertappte. Über begrenzte Energie, Partikularinteressen aus Politik und Büro und die Frage, warum ein Kompass nur mit Norden funktioniert. Und was Jack Sparrow damit zu tun hat.

Roger Koch
23. Juli2 Min. Lesezeit


Vom kalkulierten Kind
Zwei Hochzeiten, ein Ausreisser, ein zerknittertes T-Shirt: Roger Koch über die Qual des Ob und Wann – und warum Kinder nie in den Kalender passen, aber immer ins Leben.

Roger Koch
16. Juli2 Min. Lesezeit


Von Stolz und Bauernschläue
Kein grösserer Zankapfel, keine heissere Kartoffel als Kundenreklamationen. Warum Sie sich nicht rechtfertigen sollten, welche Sätze stattdessen wirken – und was ein stolzer Mitarbeiter damit zu tun hat.

Roger Koch
9. Juli2 Min. Lesezeit


Von der geliehenen Stimme
Ich hatte die Beiträge von H. K. sehr gern gelesen. Scharfzüngig, gelegentlich bissig, oft klug. Nur sind die meisten Formulierungen erkennbar die einer KI, nicht seine eigenen. Schlimm? Eigentlich nicht, dachte ich – bis ich ihn zum Kaffee traf.

Roger Koch
2. Juli2 Min. Lesezeit


Vom Kennenlernen
Wir suchten einen Business Developer und hatten die Nase voll vom CV-Bingo. Dann der Satz einer Kollegin: Wenn uns die Person wichtiger ist als die Skills, warum rekrutieren wir dann nicht wie beim Dating? Über einen sehr persönlichen Fragebogen, acht Bewerbungen statt der üblichen Flut und eine Methode, die bei uns zum Standard wurde.

Roger Koch
25. Juni2 Min. Lesezeit


Von Mangel und Wille
«Wir sind reich, wenn wir gesund sind», postete ein Gesundheitsportal – und verdarb mir den Fussballabend. Denn der Satz stimmt für fast alles, nicht nur für die Gesundheit. Über das Minimumprinzip der Pflanzen, den Engpass, der alles bestimmt, und eine unbequeme Frage: Was fehlt mir?

Roger Koch
24. Juni2 Min. Lesezeit


Von der Gefahr des Geländers
«Halten Sie sich doch bitte am Geländer fest.» Ein freundlicher Satz bei einem Firmenrundgang – und ein Unbehagen, das bleibt. Über den Preis, der bei aller Prävention unter den Tisch fällt, und über das, was wir dabei verlernen: das Eingehen von Risiken. Folge XII der Reihe.

Roger Koch
11. Juni2 Min. Lesezeit


Von der Selbstvergessenheit
46 Stunden am Stück gezockt, mit meinem 22-jährigen Sohn, dreimal verloren – und selten habe ich mich vitaler gefühlt. Wie kann etwas derart Zweckloses so sinnvoll sein? Über den Unterschied zwischen Zweck und Sinn, und darüber, warum wir uns am wohlsten fühlen, wenn wir uns selbst vergessen.

Roger Koch
7. Juni1 Min. Lesezeit
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